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Elisa Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 14
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Verfasst am: Mi Nov 25, 2009 2:15 am Titel: Starke Darmprobleme und Psyche |
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Hallo zusammen, folgendes ist mein Problem bzw. das Problem meines Partners:
mein Partner hatte vor etwas über einem Jahr Schleim- und Blutbeimengungen im Stuhl. Große Angst vor Krebs machte ihm damals das Leben zur Hölle, bis er sich einer Darmspiegelung unterzog und eine Proktitis festgestellt und behandelt wurde. Schlagartig nach der Diagnose ging es ihm schon bedeutend besser.
Einige Zeit ging es recht gut. Dann kamen ab und an Darmbeschwerden, wie weicher Kot etc auf. Er ließ noch mal eine Enddarmuntersuchumg machen aus Angst, dass die Proktitis trotz Behandlung immer noch da sei, oder sich ausgebreitet hatte, wobei bei der Untersuchung festgestellt wurde, dass die Proktitis ausgeheilt war. Er wurde angewiesen, die Medikamente abzusetzen. Das tat er und die Beschwerden ließen etwas nach.
Vor einem viertel Jahr hatte er oft Magenschmerzen, Übelkeit und Sodbrennen. Bei ihm war die Angst da, dass es Magenkrebs sei. Also ließ er eine Magenspiegelung machen. Ohne Befund. Arzt sagte, er habe Reizmagen/Reizdarm. Beim HA wurde noch eine Ultraschalluntersuchung und Bluttest+Tumormarker gemacht. Ohne Auffälligkeiten.
Nun hat mein Partner nachts eine Art Brennen auf der linken Seite, mit einem aufgeblähten Gefühl dabei und Abgang von Blähungen. Zudem oft ein Druckgefühl, wie kurz vor Magenknurren, Darmgeräusche (ständiges Gluckern und Blubbern an einer Stelle - aber nach etwas Bewegung lässt es etwas nach und verschwindet dann nach ner Zeit vollständig).
Alle paar Tage hat er dann auch mal sehr weichen Stuhl, kein richtiger Durchfall, nur eben extrem weich. Dann mal wieder normal hart.
Er hat wieder große Angst, dass er Darmkrebs hat und kann keinen Tag ohne Angst sein. Er glaubt, dass er bald sterben muss.
Ist das jetzt typisch für Reizdarm, wie es ihm auch schon einige Ärzte gesagt haben? Oder ist tatsächlich eher anzunehmen, dass er mit seinen 25 Jahren, mit diesen Symptomen und nach diesen ganzen Untersuchungen doch Krebs hat?
Er hat Angst, dass die Ärzte seine Beschwerden nur abtun, weil er zu jung ist und dass während seiner Psychotherapie, zu der ich ihn bewegen konnte, der Krebs sich immer mehr ausbreitet.
*seufz*
Er will keinen weiteren Ärztemarathon, aber er hat einfach Angst zu sterben, ohne dass es jemanden kümmert und alle nur meinen, dass es die Psyche sei, es das aber nicht ist... Also können die ganzen Probleme von der Psyche kommen? Hat hier jemand ähnliche oder sogar gleiche Erfahrungen und Probleme?
Ich danke euch im Voraus, für eure Antworten und euer Bemühen.
Gruß, Elisa |
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Lacrima Kennt sich hier aus

Anmeldungsdatum: 13.12.2008 Beiträge: 534 Wohnort: Schweiz GR
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Verfasst am: Mi Nov 25, 2009 11:33 am Titel: |
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Es wurde doch alles körperliche untersucht (bzw. ihr könntet z. B. noch Laktose- und Fructoseunverträglichkeitstests machen). Ich glaub, er steigert sich da total rein. Eine Art Hypochondrie? Seltsam allerdings, dass er selbst keinen Ärztemarathon mehr will.
Eine Psychotherapie wird hoffentlich wirken, er sollte nur auch zum richtigen Therapeuten.
Die Psyche ist sehr stark, rein theoretisch kann sie alles auslösen was man "will" (unbewusst meist). Meine RDS-Probleme kommen auch von oben (Kopf).
Er kann ja trotzdem zur Sicherheit einmal im Jahr eine Darmspiegelung machen wenn es ihn denn beruhigt. Aber ich nehme mal an, dass das nichts bringt weil man 2 Wochen danach ja auch Krebs kriegen könnte oder etwas übersehen worden sein könnte...
Wenn er soweit ist könnte er Entspannungstechniken erlernen und versuchen sich selbst wieder "ruhig" zu kriegen. Es gibt übrigens einige die ständig Angst haben zu sterben (oder auch das andere sterben), das kann heftig ausarten, indem er sich z. B. nicht mehr vor's Haus traut (=gefährlich) oder sonst nichts mehr macht.
Nur was wäre der Auslöser für dieses krank sein? _________________ According to all known laws of aviation, there is no way that a bee should be able to fly.
Its wings are too small to get its fat little body off the ground.
The bee, of course, flies anyway.
Because bees don’t care what humans think is impossible. |
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Elisa Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 14
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Verfasst am: Do Nov 26, 2009 5:06 am Titel: |
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Ja, es ist tatsächlich so, dass er eine Art Hypochindrie mit sich rumschleppt, zumindest bin ich der Meinung. Jedes Mal wenn er weichen Kot hat, dann redet er davon, dass es Krebs ist und er sterben muss. Er ist durch diese Angst schon so nervlich am Ende, dass es ihm nich tmehr Möglich ist, zur Ruhe zu finden oder zu entspannen, so schaukelt sich die ganze Geschichte total hoch, bis es mal wieder einen Tag gibt, an dem sich der Stuhlgang etwas beruhigt.
Aber das ist meine Meinung... ich krieg ihn ja nicht mehr zum Arzt, damit er sich beruhigen könnte, denn erstens hasst er diese dummen Abführmittel und zweitens hat er Angst, dass er dann seine Krebsdiagnose bekommt. Also sitzen wir das in einer Zwickmühle. Sicherlich macht er seine Therapie, aber das geht einfach so langsam voran, ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Er hat vom Arzt gesagt bekommen, dass es Reizdarm ist, aber er vertraut den Ärzten nicht, er vertraut mir nicht und untersuchen lassen will er sich auch nicht.
Er lässt einfach keine Lösung zu...
*verzweifel* |
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Lacrima Kennt sich hier aus

Anmeldungsdatum: 13.12.2008 Beiträge: 534 Wohnort: Schweiz GR
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Verfasst am: Do Nov 26, 2009 11:45 am Titel: |
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Wenn er Abführmittel nimmt, ist doch klar, dass er weichen Stuhl kriegt?! Und weiss er, dass die auf Dauer schädlich sind?
Ich glaub du kannst da auch nicht mehr viel machen.. Die Angst ist schon so in seinem Kopf, dass er eben selbst eine Therapie machen müsste und dann wirklich was ändern will... (Wenn er für dich in eine geht und dort dann praktisch nur widerspricht hilft das nicht viel weil er nicht "lernt").
Blöde Situation.. wirklich blöd..
Aber ist das erst jetzt so "geworden"? Was war der Auslöser? Ist jemand an Krebs gestorben in seiner Umgebung?
Hast du mal mit seinen Eltern darüber gesprochen? Vielleicht dringen die eher zu ihm durch... _________________ According to all known laws of aviation, there is no way that a bee should be able to fly.
Its wings are too small to get its fat little body off the ground.
The bee, of course, flies anyway.
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türkis Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 29.07.2009 Beiträge: 41 Wohnort: Frankfurt
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Verfasst am: Fr Nov 27, 2009 11:06 am Titel: |
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das ist eine schwierige situation für euch beide. bis zu einem gewissen punkt kann ich die ängste deines freundes nachvollziehen, mir ging es nicht so anders eine weile. auch diese parallelität zwischen angst und dem vermeiden von "ärztemarathons". ärztebesuche geben einerseits ein gefühl von sicherheit, wenn die diagnose ohne befund ist, andererseits bedeuten sie stress und angst vor einer krankheitsdiagnose vorher. das bekommt man wahrscheinlich wirklich am besten mit einer psychotherapie hin, denn es ist mit den untersuchungen ja so, wie lacrima sagt: zwei wochen später könnte ja theoretisch etwas neues da sein. damit macht man sich natürlich das leben kaputt. aber das klar zu kriegen und umzukehren, während man natürlich auch noch beschwerden hat, die immer wieder auf das thema hinlenken, ist mit professioneller hilfe (evtl. verhaltenstherapie?) wesentlich einfacher. er muss halt dran glauben, dass da nichts ist, und das ist superschwer. dass er eine therapie angefangen hat ist doch schon mal ein großer schritt, und oft dauert es, bis man erste erfolge bemerkt.
du selbst kannst wahrscheinlich nicht viel mehr machen, als ihn darin zu bestärken und ihm immer wieder zu versichern, dass es besser wird. bzw., vielleicht lohnt es, wenn ihr darüber sprecht, wie du dich am besten verhalten kannst. und schlußendlich bist du auch begrenzt darin, was du tun kannst und solltest, das ist sonst eine zu große last für dich.
evtl. ist ein besuch beim naturheilkundlich orientierten arzt noch eine option (wenn er sich dazu durchringen kann, evtl. wirklich erstmal ärztepause einschieben). die betrachten ganzheitlicher und vielleicht fühlt er sich dadurch mehr wahrgenommen und besser behandelt.
viele grüße
türkis |
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dawni86 Kennt man langsam
Anmeldungsdatum: 15.01.2009 Beiträge: 199
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Verfasst am: Fr Nov 27, 2009 11:51 am Titel: |
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hey, vielleicht würde es deinem freund helfen, wenn er selbst mal ins forum schnuppert! vielleicht macht er das ja schon, aber ich vermute eher, dass er zuviel angst hat sich damit zu beschäftigen.
ich mein seine symptome sprechen ja schonmal für rds und wenn er sieht wieviele leute dieselben probleme haben, dann beruhigt er sich vielleicht!
ich stell mir das ganze auch für dich sehr anstrengend vor... und finde deinen einsatzt bewundernswert! allerdings hält man sowas sicher nicht auf dauer durch, vor allem wenn er sich da so reinsteigert, sich aber weigert zum arzt zu gehen das ist schon ne verzwickte situaton!
ich wünsch euch beiden auf jeden fall viel glück! |
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light! Kennt man langsam
Anmeldungsdatum: 02.03.2009 Beiträge: 138
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Verfasst am: So Nov 29, 2009 3:45 pm Titel: |
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Hallo, ich weiß nicht wirklich, ob das ein Trost für Dich ist,
aber das klingt nach einem Fall für den Therapeuten und nicht für
den Internisten.
Gerade ist dieses nicht aktzeptieren-können, dass da "nichts" ist,
ist ganz typisch für eine hypochondrische Veranlagung.
Man beschäftigt sich extrem mit seinen Beschwerden, dadurch
werden diese mehr, man ist noch mehr in Sorge, die Beschwerden werden mehr...ad lib....
Außerdem ist ein Symptom in der eigenen Wahrnehmung eben nicht
harmlos oder behandelbar, sondern immer das Schlimmste.
Magen- und Darmspiegelungen sind sehr sichere Untersuchungen.
Und Krebs mit 25 ist extrem unwahrscheinlich.
Du (damit meine ich auch Du, Dein Partner hat Konsultationsverbot
bei Dr. Google) kannst ja mal zärtlich nach Hypochondrie (das
übrigens gar keine seltene Sache ist) suchen und wirst sicher
deutliche Parallelen erkennen.
Gruß
light! |
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Elisa Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 14
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Verfasst am: Di Feb 09, 2010 2:56 am Titel: Und wieder mal /immer noch Beschwerden |
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Nun ist schon einige Zeit verstrichen. Mein Freund geht immer noch zur Therapie. Der Thearpeut sagt, dass seine Beschwerden eindeutig durch psychische Probleme kommen.
Die Ursache hauptsächlich: Mangelnde Liebe von den Eltern, damit gewann er wohl die Erfahrung, dass er nur wichtig war, wenn er krank war, weil man sich dann um ihn gekümmert hat. Aber aus dieser mangelnden Aufmerksamkeit und ähnliches entstand zusätzlich auch ein Nicht-vertrauen-können.
Das große Problem dabei ist, dass er den Therapeuten auch nicht recht vertraut, damit nicht glauben kann, dass seine Probleme wirklich psychisch bedingt sind und mir nicht vertraut, geschweige denn irgendwelchen Ärzten. Auf diese Art und Weise ist er immer und immer wieder in einem Kreislauf gefangen, in dem es ihm immer wieder lange Zeit schlecht geht.
Seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe, hat er die ganze Zeit recht weichen Stuhl. Hat starkes Zwicken im Darm und auch oft immer noch das Gefühl, dass Blähungen im Darm feststecken und einfach nicht rauskommen wollen. Dann hat er auch Schmerzen im Magen, die in den Rücken ziehen, wenn er sich ein bisschen auf den Magen drückt, oder sich drauflegt. Zudem fühlt es sich häufig an, als ob ein Stein oder Kloß darin liegen würde.
Oft in letzter Zeit kommt ein Brennen im Magen bzw. auch hinterm Brustbein auf. Besonders kommt das Gefühl auf, wenn er sich hinlegt. Im Sitzen und Stehen eher nicht, manchmal kommt auch eine Art schäumendes Gefühl dazu (wie wenn ein Rülpser nicht rauskommen will, also mehr so ein gurgeln in der Speiseröhre). Vor kurzer Zeit hatte er auch, dass er schon nach wenig Nahrungsaufnahme sich total voll gefühlt hat. Das ist nun wieder etwas weggegangen. Aber die Probleme mit dem Darm bleiben. Darmgeräusche sind auch immer noch da.
Sein Therapeut sagt, dass er diese Probleme immer haben wird, bis er es schafft, anderen Menschen zu vertrauen und damit auch lernt, dass er kein Krebs oder ähnliches hat, sondern es eben unbewusst durch seine Psyche kommt.
Dies will aber mein Freund nicht glauben, da die Probleme ja einfach nicht besser werden wollen. Und er es für totalen Blödsinn hält, dass solche Probleme durch die Psyche in der Art und Weise hervorgerufen werden können. Ich meine dann immer, dass es ja wenn er ein bisschen einen Tagesrhythmus pflegen würde und regelmäßig kleine Mahlzeiten zu sich nehmen würde und Sport machen würde, es ihm nach einiger Zeit sicher schon etwas besser gehen würde.
Ich denke mal, dass ihr das auch alle bestätigen könnt, oder? Er will einfach nicht glauben, dass Fehlverhalten (Tagesrhythmus und Essen) und Psyche solche Darmprobleme verursachen können.
*seufz* vielleicht ging/geht es euch nicht anders? Wird es besser, wenn man mal einen ganz bestimmten Tagesrhythmus pflegt? Und mehrere leichte Mahlzeiten einnimmt? Ich denke, dass ihm das schon sehr helfen würde, aber leider glaubt er es absolut nicht und deswegen will er es auch gar nicht versuchen.
Ohje, jetzt habe ich schon wieder einen riesen Roman geschrieben, aber das alles belastet doch sehr und mein Freund ist einfach so unsicher und will immer noch alles darauf schieben, dass er Krebs hat
Wäre schön, wenn ihr ein bisschen eure Erfahrungen dazu schildern könntet.
Ich grüße euch,
Elisa
Zuletzt bearbeitet von Elisa am Di Feb 09, 2010 3:14 am, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Elisa Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 14
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Verfasst am: Di Feb 09, 2010 2:59 am Titel: |
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Achso, was ich noch vergessen habe: Sein Stuhl ist ja wie gesagt sehr weich (kein Durchfall) aber eben sehr weich und manchmal kommen dann nur so (er sagt) "Schupfnudeln" raus. Der Kot ist dann also sehr dünn und in so kleinen Stücken, aber eine normale Menge Kot.
Er macht sich da voll den Stress wegen.
Ich meine, dass es ganz normal ist, wenn der Kot weich ist, dass dann auch manchmal nur so dünne und weiche Stücke rauskommen, weil ja nun mal der Darm das immer alles zusammendrückt... hat sowas einer von euch auch? |
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bluenote Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.09.2007 Beiträge: 20 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: Di Feb 09, 2010 2:22 pm Titel: |
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Hallo Elisa,
ich war auch mal vor ein paar Jahren in einer psychischen Krise in der ich
das Gefühl hatte, niemandem mehr vertrauen zu können. Auf Anraten meines Arztes bin ich damals auch zu einer psychologischen Beratung gegangen.
Das, was Du hier schilderst, kenne ich auch noch von damals.
Ich hatte grosse Zweifel, ob ich meinem Arzt und meiner Therapeutin vertrauen konnte. Und es fiel mir auch sehr schwer zu akzeptieren, daß meine Symptome psychisch bedingt sein sollen.
Ich habe meiner Therapeutin damals auch von meinem Misstrauen erzählt und sie hat es verstanden, mir die Ängste zu nehmen in dem sie mir klar gemacht hat, daß solche Gefühle ganz normal sind. Mir hat damals sehr geholfen, daß es eine öffentliche Beratungsstelle war, wo man selbst bestimmen konnte wieviel man pro Sitzung bezahlt.
So war meine Angst ausgenutzt zu werden schnell beruhigt.
Nach ein paar Wochen war das Schlimmste bei mir ausgestanden.
Und wenn mal wieder solche Gedanken und Gefühle aufgekommen sind, konnte ich das richtig einordnen und mich schnell wieder beruhigen.
Für mich war die entscheidende Erkenntniss: Man kann seinen Gefühlen nicht immer vertrauen. Zu denken und fühlen, das man gleich sterben wird, heisst noch lange nicht, daß man wirklich in Gefahr ist. Gefühle neigen unter grossem Stress zur Übertreibung. Und Angst kann sich sogar verselbstständigen und dann auch ganz ohne Grund auftreten.
Die körperlichen Symptome von Deinem Freund sind übrigens absolut typisch für RDS. Wenn das ärztlich abgeklärt ist, besteht da meiner Meinung nach erstmal kein Grund für grössere Sorge.
Schöne Grüsse
bluenote
PS Regelmässiger Tagesrhytmus: Das kann evtl. schon etwas Verbesserung bringen, aber für eine echte Besserung oder sogar ein Verschwinden der Symptome wird das in der Regel nicht ausreichen. |
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Elisa Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 14
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Verfasst am: So Feb 14, 2010 2:58 am Titel: |
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Danke für deine Antwort.
Leider ist es bei meinem Freund trotz Therapie noch lang nicht ausgestanden
Und für mich ist es so schwer, weil er mir nicht vertraut. Zwar fragt er mich immer um Rat, aber dann glaubt er mir doch nicht und tut doch nicht das, was ich ihm daraufhin empfehle und das treibt mich schier zum Wahnsinn. Er will einfach nicht akzeptieren, dass er kein Krebs hat. Aber sich noch mal komplett durchchecken lassen, will er auch nicht. Wenn er seinen Ärzten vertrauen würde, wäre das auch nicht nötig. Aber das Nicht-vertrauen-können macht ihm einfach bei allem einen Strich durch die Rechnung.
Jetzt geht es ihm mit dem Bauch und dem Darm mal ein bisschen ruhiger, aber dann macht er sich wegen anderen Sachen direkt wieder Sorgen... Es ist ein Teufelskreis, der beide total verrückt macht.
Wie hat dein Therapeut es hinbekommen, dass du ihm das irgendwann geglaubt hast? Ich denke immer, dass er dem Therapeuten gern glauben will, aber es nicht durchkommen kann, weil mein Freund so extrem wenig auf sich hält, dass er es einfach nicht glauben kann, dass er "nur" RDS hat und nicht Krebs...
Ich möchte ihm gern helfen, aus diesem Teufelskreis auszubrechen, aber es scheint mich nur auch noch mitzureißen und mich fertig zu machen. Ich weiß einfach nicht, was ich noch tun kann.
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dawni86 Kennt man langsam
Anmeldungsdatum: 15.01.2009 Beiträge: 199
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Verfasst am: So Feb 14, 2010 11:08 am Titel: |
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oh man, das hört sich auch für dich unheimlich schwierig an... hoffe das du nicht aufgibst!
ich muss grad spontan an hundeerziehung denken... wenn die angst haben... silvester zum beispiel... dann gehen viele hin und streicheln den hund und beruhigen ihn... allerdings gibts ja nichts schlimmeres, weil der hund sich in seiner angst bestätigt fühlt und dann noch mehr angst hat.
klar ist dein freund kein hund und seine psyche komplizierter... aber vielleicht ist es mittlerweile auch eher schädlich, wenn du dich so sehr mit seinen beschwerden beschäftigst! vielleicht solltest du eher veruschen in abzulenken und wenn er mal wieder mit seinem krebs anfängt, du ihn eher ablenkst... kann aber auch nach hinten losgehen....
warst du schonmal mit mei der therapie? vielleicht solltest du einfach mal nen termin mit seinem psychiater machen, der kann dir bestimmt sinnvolle tipps geben wie du mit ihm umgehst!
denn so wie sich das jetzt anhört geht eure beziehung früher oder später daran zugrunde! |
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Elisa Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 14
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Verfasst am: So Feb 14, 2010 5:45 pm Titel: |
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Hallo,
danke erstmal für deine Antwort. Und ja ich habe es vermutlich noch etwas geschürt, dadurch dass ich mich gerade dann so sehr um ihn gekümmert habe, wenn es ihm schlecht ging. Hört sich gemein an, aber es ist wohl so, denn wie du sagst, fühlte er sich wohl genau dann bestätigt, dass man sich nur um ihn kümmert, wenn er krank ist.
Ich gehe mit ihm zusammen zur Therapie. Nur die ersten zwei oder drei Stunden war ich nicht dabei. Ich denke, dass wir beide an uns arbeiten müssen, ich auch an mir und wie ich mit der Sache umgehe. Es ist harte Arbeit und ich hoffe von Herzen, dass mein Freund irgendwann versteht, dass er kein Krebs hat und den Ärtzen und vor allem mir vertrauen sollte.
Vertrauen heißt halt auch, dass man enttäuscht werden kann. Diese Gefahr will er einfach nicht eingehen... aber es ist normal, dass man das tut und ich hoffe, dass er mit Hilfe der Therapie auch den Weg irgendwann gehen kann *seufz*
Grüße und euch allen gute Besserung |
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Via Kommt oft vorbei
Anmeldungsdatum: 10.08.2008 Beiträge: 221
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Verfasst am: So Feb 14, 2010 10:10 pm Titel: |
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Dawni´s Ansatz finde ich gut und bestätigt meinen "Verlauf".
Als das bei mir alles anfing und ich von Arzt zu Arzt rennen musste und sich alles ( und meine Mitmenschen) nur noch um meinen Darm gedreht haben wurde es von Tag zu Tag schlimmer. Je kranker ich war, desto kranker wurde ich. Nicht, weil ich es mir eingebildet habe, sondern weil der ganze Fokus nur noch auf meinem Bauch lag und ich mich nur noch damit beschäftigt habe. Das hat zu einer enormen inneren Verkrampfung geführt, sodaß es immer schlimmer wurde. |
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Elisa Grün hinter den Ohren
Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 14
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Verfasst am: Mo Feb 15, 2010 9:43 am Titel: |
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Hallo zusammen,
irgendwie wird das hier schon fast zu einer Art Tagebuch, aber es tut gut, wenn man hier um Rat fragen kann und wenn es andere gibt, die auch schon gleich Probleme hatten, wie sie mein Freund hat.
Die letzten beiden Tage hatte sein Stuhl wieder eine etwas härtere Konsistenz. Dann kam heute auch einmal fester Kot und ungefähr eine Stunde danach weicher Kot. Also es ist dann wieder sehr, sehr weicher Kot. Nicht breiig und er hält auch seine Form. Das hat ihm wieder sehr große Sorgen bereitet.
Kann es sein, dass es daran liegt, dass das Essen heute sehr fettig war? Wird davon Stuhl sehr weich? Und drängt zum Stuhlgang? Es war ja kein Durchfall, drängt es wegen weichem Stuhlgang dann trotzdem? Wäre nett, wenn ihr schreiben könntet, ob ihr auch solche Erfahrungen gemacht habt.
Und noch was macht ihm Sorgen: Eine Art Brennen hat er immer, wenn er sich hinlegt. Und dann auch wenn er morgens aufwacht. Er sagt, dass es etwas mehr wird, wenn er einatmet. Ich meine, dass es eine Art leichtes Sodbrennen ist, weil der Magen einfach mitgestresst ist, durch seine psychischen Probleme...
*seufz* wir haben einen recht unregelmäßigen Tagesrhythmus und ich ärger mich sehr darüber. Zudem ärgert es mich auch, dass je mehr er mit den Problemen zu tun hat, er sich immer mehr depressiv im Bett verkriecht. Aber genau so ein verhalten macht doch die Probleme nur noch schlimmer, nicht wahr?
Mag sein, dass ich euch mit den ganzen Geschichten nerve, aber wie gesagt, es ist beruhigend, wenn ihr solche Erfahrungen auch mal gemacht habt. Könnt ihr Tipps geben (außer Therapie) wie man davon wegkommt? Was hat euch Ruhe gegeben?
Ich danke euch herzlich für eure Antworten,
eure Elisa |
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